Welt3 - reduce, reuse, recycle

mtw

Uraufführung!

Michael Armingeon - Visuals
Wolfgang Schnitzer - Komposition / Laptop

Samstag, 24.Oktober 2015 um 19:15 Uhr

FORUM
Bachgasse 2, 72411 Bodelshausen

Trotz aller Kritik setzt unsere Gesellschaft nach wie vor auf Wachstum und Überbietung. Mehr erfinden, mehr produzieren, mehr konsumieren! Alles soll machbar, kaufbar sein, sofort. Tatsächlich befinden wir uns aber an einem Punkt in der Menschheitsgeschichte, an dem abzusehen ist, dass die Zukunft eben keine Verlängerung der Vergangenheit und ihrer Glücksvorstellungen sein kann. Die sich aus diesen Aussagen ergebenden Fragestellungen werden von Schülerinnen und Schülern der Steinäcker-Grundschule in Bodelshausen formuliert und als Sprachfragmente in die Komposition mit eingebaut. Wie bei allen Stücken von W. Schnitzer und M. Armingeon ist die Verbindung von visuellem und musikalischem Material, der Versuch, das Hören und Sehen zu einem stimmigen Gesamteindruck zu verbinden, wichtiger Bestandteil der Klangperformance.

PAUSA-Maschinensymphonie II

Maschinensymphonie II

Musik: Wolfgang Schnitzer
Visuals: Michael Armingeon

Termin:

Mittwoch, 16.09.2015 um 19:30

Kulturherbst 2015
Pausa - Bogenhalle, 72116 Mössingen

mtw

electronic landscapes II

Michael Armingeon - Visuals
Wolfgang Schnitzer - Komposition / Laptop

Michael Armingeon (Visuals) und Wolfgang Schnitzer (Komposition/Laptop) spielen eigene Kompositionen zwischen Klangperformance, Neuer - und Elektronischer Musik. Live Elektronik und Tape Music, improvisatorische und streng durchkomponierte Teile, wechseln sich in den Kompositionen ab. Wichtiger Bestandteil und Ausgangspunkt der aufgeführten Werke ist die Verbindung von visuellem und musikalischem Material, der Versuch, das Hören und Sehen zu einem Gesamteindruck zu verbinden, der stimmig ist. Eine eigens zu diesem Zweck entwickelte grafische Notationsform und Software - sozusagen eine Erweiterung des klassischen Notenblatts - ermöglicht die Synchronisation von Visuals und live gespielten Klängen.

electronic landscapes II

Uraufführung am 13.06.2015, Kunstamt - Tresorraum, Doblerstraße 21, 72074 Tübingen

Darf ich bitten?

Darf-ich-bitten

Darf ich bitten?
Der Tod, die Zeit und alles andere

von Christine Chu

Konzept, Choreografie, Interviews und Recherche:&nbspChristine Chu


Komposition und Musik:  Wolfgang Schnitzer
Tanz und Spiel:  Katja Büchtemann, Cynthia Gonzales, Penny Pinson, Elian Büchtemann, Jaro Naha’lka, Martin Schultz-Coulon
Ausstattung:  Lisa Überbacher
Produktionsleitung:  Katja Hiller
Künstlerische Beratung:  Philipp Becker

Darf ich bitten? Der Tod, die Zeit und alles andere

Premiere am 11.10.2013, Theaterhaus, Stuttgart

entbergen - offene ateliers '13

offeneAteliers13

entbergen

LichtKlangInstallationen

Computergraphik - Visual Music

Installation:  Michael Armingeon
Musik:
 Wolfgang Schnitzer

Sonntag, 05.05.2013 / 11:00 - 17:00 Uhr / Härtenstraße 24, 72127 Immenhausen

Empfänger unbekannt

Empfaenger

Von Kressmann Taylor
Deutsch von Heidi Zerning

Mit: Leah Büchtemann, Stefan Hallmayer, Oliver Moumouris, Wolfgang Schnitzer


Leitung: Katja Büchtemann, Oliver Moumouris
Musik: Wolfgang Schnitzer
Bühne: Uwe Hund, Oliver Moumouris
Kostüme: Claudia Rüll Calame-Rosset
Hospitanz: Tim Föll
Aufführungsrechte: PER H. LAUKE VERLAG

Empfänger unbekannt

Premiere am 31.10.2012, Kulturherbst 2012, Mössingen


6660 empfaenger Empfaenger empfaenger
empfaenger      
Bilder: Christine Wawra

MTW

mtw

electronic landscapes

Michael Armingeon / Tim Neumann /
Wolfgang Schnitzer - Laptop

Freitag, 19.04. 2013 um 19:00 Uhr

Rathaus Ofterdingen
Rathausgasse 2, 72131 Ofterdingen


Seit September 2012 gibt es an der Jugendmusikschule Steinlach das Fach BITmusic. Unterrichtet wird die Programmierung von Software die es ermöglicht, den Laptop als ein in "Echtzeit" spielbares Musikinstrument zu verwandeln. Auch ein eigener Controller zur Steuerung der Klänge wurde zu diesem Zweck entwickelt. Am Freitag, den 19. April 2013 geben die Dozenten in einer Performance im Rathaus Ofterdingen einen ersten Höreindruck in ihre Klangwerkstatt. Beginn der Veranstaltung ist 19.00 Uhr

MTW - Electronic Landscapes

22.04.2013


MTW_Code MTW_HelloWorld MTW_Hochkant MTW_Micha
MTW_Tim MTW_Wolfgang    
Bilder: Philipp Armingeon

Eyjafjallajökull

Eyjafjalla

ein optisch-akustisches Triptychon

Wolfgang Schnitzer - Musik
Michael Armingeon - Installation

Vernissage am Sonntag, 15.1. 2012 um 11:00 Uhr

Begrüßung: Robin Broadfoot
Einführung: Uwe Schüler

Kunstamt - Tresorraum für Elektrische Kunst
Doblerstraße 21, 72074 Tübingen

weitere Termine:
Donnerstag, 19.1.2012 / 20:00-22:00 Uhr
Sonntag, 22.1.2012 / 11:00-13:00 Uhr
Donnerstag, 26.1.2012 / 20:00-22:00 Uhr
Sonntag, 29.1.2012 / 11:00-13:00 Uhr


Eyjafjallajökull-Vernissage

15.01.2012


1_Matrix 2_Triptychon 3_Visual 4_Interlude
5_MArmingeon 6_USchueler_WSchnitzer 7_USchueler  
Bilder: Serge le Goff

Medienkunstbox

MKBox

Ein Projekt der Ausschreibung MINTbox der Stiftung Baden - Württemberg

Wassermusik

Wassermusik 1

Visuelle Performance mit Musik

Wolfgang Schnitzer - Idee/Realisation/Visuals
Michael Armingeon - Visuals

Wassermusik 2

Wassermusik 3Zu live gespielten Ausschnitten aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel projizieren Michael Armingeon und Wolfgang Schnitzer Visuals auf eine mit einem Wasserschild erzeugte Wasser- und Tropfenwand

Dauer: 25 Minuten
Uraufführung: 01. Juli 2011Wassermusik 4

Wassermusik 5

Eyjafjallajökull

ein optisch-akustisches Triptychon

Wolfgang Schnitzer - Musik, Michael Armingeon - Installation

Interlude
Studiofassung
Datum:
03.08.11
Software:
GEM/PureData, VP
To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.

Der isländische Gletschervulkan Eyjafjallajökull wurde im April/Mai 2010 bekannt durch einen Ausbruch, der große Mengen von Vulkanasche in die Atmosphäre eintrug. Diese Asche verteilte sich in dem gesamten Luftraum Nordeuropas und beeinträchtigte dadurch den Flugverkehr erheblich.In der Installation Eyjafjallajökull soll an dieses Naturereignis erinnert werden, zeigt es doch auf, wie unsere Kultur von einem "normalen" Funktionieren unserer Umwelt abhängig ist, wie das "Husten" eines Vulkans unsere technische Zivilisation aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Zeit steht
Studiofassung
Datum:
04.08.11
Software:
PureData, Ableton Live, VP
To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.

Dann ist da noch der geheimnisvolle Name "Eyjafallajökull", der Reiz eines widerspenstigen Wortes, das einmal in den Mund genommen sich dem Gesprochenwerden widersetzt.Die Installation Eyjafjallajökull ist dreigeteilt. In 3 musikalischen Sätzen werden an 3 verschiedenen visuellen Stationen die Musikstücke gegleitet. Die 3 Sätze werden durch kurze Interludien verbunden. Nach ca. 12 Minuten ist ein Zyklus zu Ende.

Die Schutzsuchenden

DieSchutzsuchenden

nach Aischylos von Oliver Moumouris
Theaterprojekt des Theaters Lindenhof

Philipp Becker - Regie, Beni Küng - Bühne, Claudia Rüll Calame-Rosset - Kostüme, Wolfgang Schnitzer - Musikalische Leitung, Helmut Kannwischer - Chorleitung

GesellschaftsmaschineGesellschaftsmaschine
(Beni Küng - Bühnenbildentwurf)

Schlussszene 1Schluss-
Szene
(Beni Küng)Schlussszene 2

ArmeePAUSA - Bogenhalle
(Beni Küng)

Glockensymphonie

Ein Ton, eine Schöpfung, eine Welt.
für Musiker, Sprecher, Elektronik und Visuals

Wolfgang Schnitzer - Musik/Konzeption, Michael Armingeon - Visuals, Franz Xaver Ott - Dramaturgie und Szenische Einrichtung

Musiker:
Jochen Feucht - Saxophon / Bassetthorn, Joachim Gröschel - Vibraphon, Arnold Grieshaber - Gitarre und Stefan Barthel - Fagott.
Sprecher:
Linda Schlepps, Oliver Moumouris

X. Krise
Studiofassung
Datum:
10.12.09
Software:
Csound, VP
To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.
XII. Licht In Der Nacht
Studiofassung
Datum:
10.12.09
Software:
Csound, VP
To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.
XIV. Bewegung
Studiofassung
Datum:
10.12.09
Software:
Csound, VP
To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.

PAUSA-Maschinensymphonie

Ausschnitte der Uraufführung vom Samstag, 14.09.2007, Eröffung des Kulturherbst 07 in der PAUSA, Mössingen
Monika Emmert, Joachim Gröschel, Martin Schnitzer - Perkussion
Michael Armingeon - Visuals, Wolfgang Schnitzer - Elektronik, Komposition

To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.

Projekt Leuchtturm

LeuchtturmEine künstlerische Hommage an unsere Feuerwehr, Beginn 20.30, durchgehend bis 24.00 Uhr Licht- und Klanginstallationen, Trommelklänge, eine rollende Galerie in einem alten Feuerwehrwagen, ein offenes Atelier, Musikimprovisationen, Führungen und Fotoausstellungen: ein Programm für alle Sinne präsentieren Serge Le Goff und andere Künstler auf dem Kelternplatz und im Schlauchturm der Feuerwehr. Im Kelternturm treffen sich Kunst und Wissenschaft bei der Ausstellung "Faszination Universum im Treppenhaus" von und mit Prof. Hanns Ruder, Institut für Theoretische Astrophysik der Universität Tübingen.

Uwe Schüler und Michael Armingeon - Multimediakünstler, Wolfgang Schnitzer - Komponist, Joachim Lehrer und Dieter Löchle - Malerei, Silke Bauer - Musikimprovisation, Helge Rosenbaum und Samba "Offbeat Service", Jördis Drawe - Fotocollagen, Oli Heimburger - Videofilm, Serge Le Goff - Gesamtkonzept.

100 Lichtjahre Mössingen

BÜRGERKUNSTAKTION 1902 Elektrizität in Mössingen 2002
Samstag, 05.10, 20.00 Uhr, Rathausplatz Pyramiden Installation und Kinetische Leuchtobjekte

To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.
  • Termine (Archiv)

16.09.2015, 19:30
Maschinensymphonie II
Mössingen, Kulturherbst PAUSA
06.03.2014, 20:00
13.06.2015, 20:00
electronic landscapes II
Tübingen, Kunstamt Tresorraum
06.03.2014, 20:00
Empfänger unbekannt
Melchingen, Theater Lindenhof
01.02.2014, 20:00
Darf ich bitten
Tübingen, Landestheater LTT
31.01.2014, 20:00
Darf ich bitten
Tübingen, Landestheater LTT
27.01.2014, 19:00
Empfänger unbekannt
Ravensburg, Theater
20.12.2013, 20:00
Darf ich bitten
Stuttgart, Theater Rampe
19.12.2013, 20:00
Darf ich bitten
Stuttgart, Theater Rampe
18.12.2013, 20:00
Darf ich bitten
Stuttgart, Theater Rampe
24.10.2013, 19:00
Empfänger unbekannt
Bietigheim-Bissingen, Aula Ellentalgymnasium
23.10.2013, 10:00
Empfänger unbekannt
Tübingen, Kreissparkassen Carré
22.10.2013, 20:00
Empfänger unbekannt
Tübingen, Kreissparkassen Carré
13.10.2013, 18:00
Darf ich bitten?
Stuttgart, Theaterhaus
12.10.2013, 20:00
Darf ich bitten?
Stuttgart, Theaterhaus
11.10.2013, 20:00
Darf ich bitten?
Stuttgart, Theaterhaus
05.05.2013, 11:00
Entbergen
Immenhausen, Offene Ateliers
19.04.2013, 19:00
Electronic Landscapes
Ofterdingen, Rathaus
21.03.2013, 20:00
Empfänger unbekannt
Hechingen, Stadthalle-Museum
11.11.2012, 20:00
Empfänger unbekannt
Melchingen, Theater Lindenhof
10.11.2012, 20:00
Empfänger unbekannt
Melchingen, Theater Lindenhof
19.09.2012, 20:00
Empfänger unbekannt
Mössingen, Pausa
18.09.2012, 20:00
Empfänger unbekannt
Mössingen, Pausa
12.09.2012, 20:00
Empfänger unbekannt
Mössingen, Pausa
11.09.2012, 20:00
Empfänger unbekannt
Mössingen, Pausa
29.01.2012, 11:00
Eyjafjallajökull
Tübingen, Tresorraum
26.01.2012, 20:00
Eyjafjallajökull
Tübingen, Tresorraum
22.01.2012, 11:00
Eyjafjallajökull
Tübingen, Tresorraum
19.01.2012, 20:00
Eyjafjallajökull
Tübingen, Tresorraum
15.01.2012, 11:00
Eyjafjallajökull
Tübingen, Tresorraum
01.07.2011, 22:30
Wassermusik
Mössingen, Pausa
29.05.2011, 11:00
Eyjafjallajökull
Immenhausen, Atelier
26.09.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
25.09.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
24.09.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
19.09.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
18.09.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
17.09.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
25.07.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
24.07.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
23.07.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
18.07.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
17.07.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
10.07.2010, 20:00
Die Schutzsuchenden
Mössingen, Pausa
08.05.2010, 18:00
3. Kulturnacht
Tübingen, Altstadt
26.09.2009, 20:00
Glockensymphonie
Mössingen, Peter- und Paulskirche
10.11.2007, 19:30
Duo - Quadrat
Mössingen, Aula Quenstedt
14.09.2007, 20:00
PAUSA-Maschinensymphonie
Mössingen, Pausa
12.05.2007, 19:30
Wasser / Fall
Tübingen, Schlauchturm
16.06.2005, 20:00
Maschinensymphonie I
Reutlingen, FH
  • Bio

Michael Armingeon

Lebt in Immenhausen bei Tübingen. Nach dem Studium der Elektrotechnik und Kybernetik Arbeit in der Industrie mit/an Computern - Hardware und Software.
Der tägliche Umgang mit Computern lässt den Wunsch entstehen, das angeeignete Wissen in einem kreativen, spielerischen Kontext einzubringen, es zu verbinden mit der Gestaltung von Lichtskulpturen, es einzusetzen in der visuellen Kommunikation mit Musik.

Wolfgang Schnitzer

Lebt in Tübingen. Studium der klassischen Gitarre und Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen. Jazz-Gitarre, Harmonielehre und Arrangement am Jazz Center Vermont/USA, Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Schulleiter an der Jugendmusikschule Steinlach in Mössingen.
Seit 1998 intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Musik und Computer mit Schwerpunkt "Visual Music".

  • Kontakt

Name:
Wolfgang Schnitzer
Michael Armingeon
Ort:
72070 Tübingen (BW)
72127 Immenhausen (BW)
Mobil:
+49 157 39393299
+49 157 35348140
E-Mail:
wschnitzer@gmx.de
m.armingeon@gmx.de
  • Schriften

Notenpixel

Unsere Projekte sind im weitesten Sinne dem Bereich der Visual Music zu zuschreiben, zumindest ist in allen unseren Projekten die Interaktion von Musik und Visualisierung wichtiger Bestandteil und Ausganspunkt der Komposition. In neuerer Zeit kamen mit Tanz und Schauspiel noch weitere Kunstformen dazu. So sind auch die beiden Werke Maschinen- und Glockensymphonie nicht der klassischen Form der Sinfonie verpflichtet, sondern ausgehend von der griechischen Bedeutung des Wortes Sinfonie "Zusammenklang" ein Miteinander von Musik, Bild, Tanz und Sprache.

Darf ich bitten? Der Tod, die Zeit und alles andere

In ihrem neuen Projekt begibt sich die Stuttgarter Choreografin Christine Chu auf Spurensuche nach dem Tod als Teil unseres heutigen Lebens und nach seiner gesellschaftlichen Akzeptanz.
Mit DARF ICH BITTEN? erinnert Christine Chu gleichzeitig an das Genre des mittelalterlichen Totentanzes: Bilderfolgen, die vom Tod als ständigem Begleiter des menschlichen Daseins erzählen. Der Tod sitzt mit bei Tisch, feiert mit uns, ist überall mit dabei, bis er uns eines Tages selbst zum letzten Tanz bittet. Diese Darstellungen sind Dokument einer Zeit, in der der Tod eine gesellschaftlich akzeptierte Größe war und die Begegnung mit ihm als Tanz ins Jenseits gesehen wurde — als eine Art letzte Versuchung.
Welche Bilder tragen wir heute vom Tod in uns, welche Ängste, Wünsche und intimen Vorstellungen verbinden wir mit dem Tod? Wird der Tod immer mehr eine private Angelegenheit und verliert er dabei seine gesellschaftliche Einbettung?
Christine Chu recherchiert und fragt nach: Sie führt Interviews mit Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Milieus. Diese umfangreichen Materialien sind das Fundament von DARF ICH BITTEN? Die Choreografin entwickelt zusammen mit sechs Darstellern und einem Komponisten und Musiker aus dem dokumentarischen Material eine künstlerische Antwort auf die Frage, nach den spezifisch menschlichen Umgangsformen unserer Gegenwart mit dem Thema Tod.

Die Inszenierung ist Teil der Kulturwoche „Der Tod gehört zum Leben“ des Palliativ-Netz der Bürgerstiftung Stuttgart. Premiere ist in diesem Rahmen im September im Theaterhaus Stuttgart.
Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, die Bürgerstiftung Stuttgart und die Stiftungen Landesbank Baden-Württemberg. Mit Unterstützung der Hochschule der Künste Bern und des Tanzstudio Danzon, Tübingen.

Ent-bergen

Ent-bergen

Empfänger unbekannt

Von Kressmann Taylor - Deutsch von Heidi Zerning

1932. Martin kehrt nach Deutschland zurück. Gemeinsam mit seinem Freund Max hat er in den USA eine Kunstgalerie geführt, nun kümmert sich Max allein um das Geschäft. Die beiden teilen ein Geheimnis: Martin hatte eine leidenschaftliche Beziehung zu Max` Schwester Griselle, die er aus vermeintlicher Rücksicht auf seine Familie beendet hat. Im Laufe weniger Monate und Briefe ist Martin nicht mehr wiederzuerkennen: Er ist in die NSDAP eingetreten und macht Karriere als Parteifunktionär. Bald verbittet er sich jeden Kontakt mit seinem jüdischen Freund. Max verzweifelt, er kann diesen Wandel nicht verstehen. Trotzdem wendet er sich nochmals an Martin, weil er in großer Sorge um seine in Berlin lebende Schwester ist und bittet Martin um Hilfe. Doch Martin verweigerte ihr seinen Schutz, mehr noch: Er liefert sie förmlich der SA aus. Max rächt sich...
Ausgehend von der literarischen Vorlage aus dem Jahr 1938 sucht diese Arbeit in der Konfrontation und Überblendung dreier ästhetischer Disziplinen, des Tanzes, des Schauspiels und der Musik eine eigenwillige Gestalt der Live-Performance.

Eyjafjallajökull - Entschleunigung made by nature

Island im Frühjahr 2010:
der Vulkan Eyjafjallajökull speit wochenlang Lava, Dampf und Asche. In Europa werden deshalb 17 000 Flüge gestrichen. Wirtschaftlicher Gesamtschaden rund 1 Milliarde. Statt hektischer Betriebsamkeit zeigen die Fernsehbilder aus Europas Flughäfen gestrandete Reisende, auf Koffern und Feldbetten sitzend, wartend zur Untätigkeit verdammt. Draußen Schlangen von LKWs die ihre Ladung nicht loswerden oder leer auf Lieferung warten: Entschleunigung by nature.
So der Untertitel der Klanginstallation von Michael Armingeon und Wolfgang Schnitzer, die von diesen Bildern zu ihrem Gemeinschaftswerk inspiriert wurden. Visual Music ist ihr Ding. Kein paralleles Spielen von autonomer Musik mit Bildbegleitung, sondern synergistisches Zusammen-wirken beider Medien schon in der Entstehungsphase.
Die Künstler arbeiten seit 2002 zusammen: Performances und Installationen bei den Bürger-kunstaktionen in Mössingen, 2005 die Maschinensymphonie in Reutlingen, 2007 Wasser/Fall im Schlauchturm der Tübinger Feuerwehr, dann - bis heute und sicher auch noch in Zukunft - eine ganze Serie von Aktivitäten mit dem Theater Lindenhof in der Mössinger Pausa.Unter den neueren Projekten seien die Glockensymphonie in der Peter- und Paulskirche Mössingen und letztes Jahr die Wassermusik als Open-Air Performance auf dem Pausa Gelände erwähnt. Das Werk ist inzwischen so umfangreich, dass sich für den Interessierten, ein Verweilen auf der Heimseite der beiden unbedingt empfiehlt: www.notenpixel.de
Wolfgang Schnitzer ist Komponist und Musiker. Schon in den 80ern wurde er elektrisiert und elektrifiziert. Mit Batterien von Gitarreneffektgeräten - die fast gereicht hätten Jimi Hendrix wiederzuerwecken - fing es an. Es folgten die Heimcomputer: für seinem Atari hatte er Sequenzer-programme zum Musik machen und Notationsprogramme fürs Komponieren. Doch die fertigen Anwendungen waren nicht genug. In den 90ern brachte sich Wolfgang Schnitzer das Programmieren bei. Mit Csound, einer Spezialsprache zur Musikprogrammierung, konnte er seine Kompositionen von der Orchestrierung bis zur Klangformung vollständig kontrollieren. Diese Technik setzt er auch heute noch ein (er hat aber auch das händische Spielen an "echten" Musikinstrumenten nicht verlernt, wie man nachher noch hören wird).
Michael Armingeon macht seit den frühen 90ern Kunst mit PCs. Als programmierender Elektronik-Ingenieur war es für ihn nahe liegend, zur Umsetzung seiner künstlerischen Ideen auf das vertraute Werkzeug zurückzugreifen. Es begann mit Computergrafik. Zunächst 2-dimensionale vom Plotter zu Papier gebrachte, visualisierte Algorithmen, dann, als die Rechner schnell genug waren, 3D Grafik und vor allem bewegte Bilder. Auch die Hardware - Elektronik und Mechanik - baut Michael Armingeon selbst, so auch hier rechts der Projektionsfläche das Leuchtschriftobjekt und links diesen Monitor der etwas anderen Art.
Werfen Sie nachher auch einen Blick hinter dieses Objekt, wo hunderte von haarfeinen Drähten und leuchtende Elektronikbauteile mit selbstgelöteten Platinen eine eigene Welt bilden. Damit sind wir bei der Installation angekommen - dem "optisch-akustischen Triptychon " - wie es die Künstler bezeichnen. Es zeigt 3 Szenen, durch ein Interludium verbunden. Dieses symbolisiert mit synthetischen Erdklängen und grauen Aschenwolken den direkt erfahrbaren, oberirdischen Teil des Vulkanausbruchs. Zunächst tauchen wir in die Erde ein: aufbrausendes Getöse, Rumpeln und Rumoren in der Tiefe. Klangpartikel verteilen sich im Raum. In der 2. Szene verschieben sich, durch Bearbeitung mit einem Spektraldelay, die einzelnen Harmonischen der Klänge in der Zeit. Die alltägliche Raum - Zeit - Erfahrung wird aufgebrochen, der Rhythmus der Menschenzeit durch den der Gaiazeit ersetzt. In der letzten Szene geht es wieder hinaus. Noch ist die Routine des Alltags nicht voll in Gang gekommen. Die Entschleunigung wirkt nach.
(Einführungsrede zur Vernissage am 15.1.2012)

Uwe Schüler

Glockensymphonie - ein Ton, eine Schöpfung, eine Welt



Zwei verschiedene Herangehensweisen an das Thema "Glocken" standen im Zentrum der Überlegungen. Auf der einen Seite die physikalischen, klanglichen Qualitäten die im Glockenklang enthalten sind, auf der anderen Seite die eher emotional empfundene Symbolik und Bedeutung des Glockenschlags in unserer Kultur. Die Glocke als Symbol der Unterbrechung des Gleichförmigen, als Anfang und Ende, als Zeichen der Besinnung und des Reflektierens.
Diese zwei Aspekte spiegeln sich in der zweiteiligen Großgliederung der Komposition wieder. Der erste Teil mit seinen 8 Szenen nimmt direkten Bezug auf die physikalischen Eigenschaften des Glockenklanges. In der ersten Szene, dem Prolog, werden die Glocken der Stadt Mössingen und ihrer Ortsteile vorgestellt. Es sind dies die Glocken der Peter- und Paulskirche, der Marienkirche, der Martin-Luther-Kirche, der Kirchen in Belsen, Talheim und Öschingen, sowie die Glocke der Johanneskirche in Bästenhardt und die Glocken der Kurklinik in Bad Sebastiansweiler.
Aus den Einzelschlägen der vier Glocken der Peter- und Paulskirche entwickelt sich das komplette musikalische und klangliche Material der folgenden Szenen 2 bis 8. Mittels einer FFT-Analyse wurden die neun stärksten Obertöne der Glocken ermittelt und liegen den akustischen Szenen (2,4,6,8) als Neuntonreihen zu Grunde. Mit verschiedenen seriellen Techniken entstanden dann die einzelnen Kompositionen. Die rein elektronischen Szenen 3, 5, 7 wurden durch Bearbeitung der gleichen Samples mit Hilfe von Algorithmen, die in Csound programmiert wurden, am Computer erzeugt. Hierbei wurden die zuvor aufgenommenen Samples, ähnlich den Techniken der "musique concrète" durch Montage, Schnitt, Veränderung der Geschwindigkeit und Bildung von "Loops", verfremdet.
Der zweite Teil mit den Szenen 9 bis 15, nimmt die alternierende Form von akustischen und elektronischen Abschnitten wieder auf. Die physikalischen Eigenschaften der Glocken spielen hierbei aber für das Tonmaterial keine Rolle mehr. Einzig die von den vier Glocken der PPK-Kirche implizierte Tonalität (e, gis, h, cis) bleibt erhalten. Vielmehr steht nun die musikalische Interpretation der symbolischen Bedeutung des Glockenschlags, das Nachzeichnen von Stimmungen, sowie die reibende Gegensätzlichkeit von Text und Musik im Vordergrund.

Wolfgang Schnitzer

Die Glockensymphonie ist ein Projekt , entstanden aus der Begegnung zweier Medien - der Musik und bewegten Bildern. In dieser Begegnung wird versucht, mit den Möglichkeiten die aktuelle Rechner bieten, Inhalt und Struktur der Musik zu visualisieren, daher der Ausdruck Visuals. Der Rechner wird durch die auf ihm eingesetzte Software zu einem Instrument gemacht, das in der Konzertsituation gespielt werden kann. Betätigt der Klavierspieler eine Taste, so erklingt ein Ton, derselbe Vorgang kann beim visuellen Instrument ein optisches Ereignis auslösen, wie das Starten einer Bildsequenz, eine Farbänderung oder das Aufflammen einer graphischen Struktur, und das synchron zur Musik.
Was als visueller Eindruck dann dabei entsteht wird zum einen bestimmt durch die eingesetzte Software, zum anderen aber durch das Wesen der Musik, die da visualisiert werden will. So verlangt eine bestimmte musikalische Struktur eine dazu passende (oder auch kontrastierende) Bildsprache. Die Entwicklung dieser Bildsprache geschieht (ähnlich wie bei einer Komposition) natürlich lange vor der Aufführung, und orientiert sich eben auch an den Bildern und Mythen unserer Lebenswelt. Als weitere Kunstform kommt in der Glockensymphonie nun noch das gesprochene Wort hinzu, das in der verwendeten Bildsprache einen Nachklang findet, manchmal ein Echo bildet oder Ergänzungen liefert. Die Glockensymphonie versucht die 3 Komponenten Musik, Sprache und Visuals zusammenklingen zu lassen. Dies geschieht indem die Musik, die im Zentrum steht, in einem Satz von Text, im nächsten Satz von Visuals begleitet wird. In den Visuals soll dann das, was in der Musik geschieht und was vom gesprochenen Wort noch im Raum schwebt in zum Teil verzerrter, geschnittener oder zerhackten Form kommentiert oder weitergeführt werden.
In den Instrumentalstücken werden die Visuals live zugespielt, in den elektronischen Stücken kommen die Visuals von einer zuvor eingespielten Sequenzerspur.

Michael Armingeon

Ausgehend von den konzeptionellen Gedanken, dem Klang der Glocken der Stadt Mössingen und der Peter- und Paulkirche als Uraufführungsort der Glockensymphonie, lag es nahe, die Reinheit des Glockenklanges mit dem wundersamen und funktionierenden Zusammenspiel der Elemente und des Lebens auf unserem Planeten zu verbinden.
Darüber hinaus machen die Auffächerung und das Aufbrechen dieser Glockenklänge in der Komposition immer wieder Leerstellen, Risse und Disparates erfahrbar und lassen uns so sinnlich die urmenschlichen Ängste vom Zerfall erkennen. Dies war der Ansatz innerhalb der Texte nicht nur die Genesis, sondern auch die Gefährdung und die Zerstörung der Lebenswelt bis hin zu apokalyptischen Szenerien aufzugreifen.
Die Texte sind eine Auswahl von Schulaufsätzen neapolitanischer Kinder die von dem Lehrer Marcello D'Orta gesammelt und herausgegeben wurden.

Franz Xaver Ott
  • Impressum

Hinweis:

Der Betreiber ist bemüht, auf dieser Website richtige und vollständige Informationen zur Verfügung zu stellen, er übernimmt jedoch keine Haftung oder Garantie für deren Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit. Dies gilt auch für alle Links, auf die diese Website verweist. Für deren Inhalte sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Darüber hinaus behält sich der Betreiber das Recht vor, die Inhalte der Website ohne Vorankündigung zu verändern oder zu ergänzen. Er haftet nicht für direkte oder indirekte Schäden, einschließlich entgangenen Gewinns, die aufgrund von oder in Verbindung mit Informationen entstehen, die auf dieser Website bereit gestellt sind.

© 2015 notenpixel